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Blexen

Eine Zeitreise der letzten 65 Jahre (1946 – 2011)
(Auszug ohne Formatierungen und Fußnoten)

Ein Güterzug mit Flüchtlingen oder richtiger „Ausgewiesenen“ fährt im Nordenhamer Bahnhof, der heutzutage für einen Euro zu erwerben ist, ein. Es ist ein strenger Wintertag und Nordenham ist in ein weißes Tuch eingehüllt. Hinter dem Güterschuppen steht die „Butjenter Bahn“ unter Dampf. Wo heute eine triste Steinwüste grau in grau dem optisch gut wirkenden Bahnhof mit Aussicht auf die Bahnhofstraße vorgelagert ist, stand zu dieser Zeit noch der „Lange Jammer“, den Walter Looschen noch in seiner Broschüre … beschrieben hat. Es waren einfache Reihenhäuser für die Beschäftigten der Bahn. Ich nehme also Looschen, Hermann Allmers , die Brüder Grimm und Günter Grass neben einigen Geistern der Gegenwart auf diese kleine Zeitreise im Geiste mit. Die anderen Zeitgeister werden sich noch dieser Reise anschließen oder, da ich ohne Notizen „Grimms Wörter“ direkt eingebe, sich nach und nach dazu zu gesellen.

(Bild der Butjenter)


Für den größten Teil der Flüchtlinge ist Nordenham die Endstation. Diesen Teil hat die ehemalige Nordenhamerin Monika Taubitz in ihrem Buch „Treibsand“ geschildert .
Unter diesen Aussteigern in Nordenham befanden sich aber auch bereits viele Einsteiger, die in den danach folgenden 65 Jahren wesentlich das Leben in Nordenham veränderten oder gar auch bereicherten. Sie trugen die Namen Marx, Müller, Münzberg, Neumann usw.

Andere stiegen in die „Butjenter Bahn, mit dem Wenigen, was sie hatten, um. Wohin diese Reise weitergehen sollte, wusste wohl niemand. Für uns war die Endstation Tossens. Diesen Teil habe ich in meinen „Erinnerungen“ beschrieben. Ich mache es kurz: 1948 zogen wir von Tossens nach Blexen. Seit dieser Zeit bin ich also ein Bürger Blexens.

Der Bahnhof in Nordenham ist ein geschichtsträchtiges Bauwerk. Das Drumherum kam später dazu und soll nun für viel Geld erneut umgestaltet werden. Auch dieser Bahnhof hat viele Aussteiger und Einsteiger gesehen, aber damit auch zur Entwicklung dieser Stadt beigetragen, insbesondere war er für die Industrie und die Hafenbetriebe von großer Wichtigkeit.

Ein anderes Bauwerk in Nordenham ist das alte Postgebäude, welches eine Insiderin in den letzten Jahren erworben hat und gleichzeitig eine sichere Mieterin aus dem „Nordenhamer Kreis“ gewinnen konnte. Günter Grass würde es gefallen, wenn das Bahnhofsgebäude von dieser Insiderin für ebenfalls einen Euro erworben würde. Über den „Nordenhamer Kreis“ ließen sich leicht Mieter und Einsteiger finden. Eine Auslagerung der Industriegeschichte Nordenhams aus dem Museum in das Bahnhofsgebäude wäre somit ein schöner Abschluss und könnte mit der gesamten Erneuerung des Bahnhofvorplatzes und dem gesamten Bahnhofsviertel einhergehen.

„Zug um Zug die Probleme lösen“ steht heute, am 13.01.11 in der NWZ zu lesen. (Zeitungsausschnitt mit Bahnhof und Regio-S)

Der Zug für die alte Butjenter Bahn ist lange abgefahren. Die Regio-S-Bahn eröffnet aber neue Möglichkeiten, da der Nordenhamer Bahnhof nicht Endstation sein muss, sondern mit einer neuen Nutzung auch ein Neustart für den erstrebenswerten Tourismus mit wenig Aufwand möglich ist.

In Blexen, ja sogar auf der NORWO ließ ich eine „Butjenter“ in den Siebziger Jahren fahren. Die kleinen Fahrgäste waren begeistert. Und auch Erwachsene waren begeistert, wie die kleine Bilderserie zeigt: 4 Bilder

Die Gleise liegen noch bis zum Blexer Bahnhof. Eine Draisine mit Überdachung könnte also auf diesen Schienen unter Begleitung eines Reiseführers in gemächlicher Fahrt über die Industriegeschichte nach einer Information im Bahnhofsge- bäude berichten und auch die neuen Werke und die Hallen des Flugzeugbaus vorzeigen. Die Draisine könnte als Spende der Flugzeugindustrie aus dem Materiallager (Ausschuss gibt es immer) gebaut werden. Die Ausbildungswerkstäten hätten eine tolle Aufgabe.
Zukunft!
Die Draisine erreicht mit fröhlichen Ausflüglern in Blexen das „Weserschlösschen“ und diese kehren zur Stärkung ein.

Bürger aus Blexen informieren die Ausflügler wie sie sich die Zukunft Blexens vorstellen. Was alt ist, entnehmen sie „Grimms Wörtern“, was in die Gegenwart passt, entleihen sie von Günter Grass. Und da nun in Blexen dank eines angekündigten Geldsegens Aufbruchstimmung herrscht, kann man auch gleichzeitig so richtig Nägel mit Köpfen machen:

Nach so viel Informationen und guter Speisung geht es nicht gleich auf die Weserfähre, nein, man begibt sich unter fachkundiger Führung vom Bahnhof aus auf den neu angelegten Fußweg auf dem alten Schlafdeich, den neu getauften „Sankt-Willehad-Weg“ in Richtung Ortsmitte. Hier gäbe es die Möglichkeiten über „Willehad“, die „Papenkuhle“ und den „Willehadus-Brunnen“ zu informieren.
Grimms Märchen könnten Verwendung finden, allerdings abgestimmt mit den Geschichten aus Bleccateshem.
Nach einer weiteren Stärkung geht es weiter auf dem Deich bis zum Aussichtspunkt bei Volkers. Neben einem Rundflug könnte auch ein großartiges Projekt auf Langlütjen II, der Hotelbau auf der künstlichen Insel vorgestellt werden. Eine Gondelbahn vom Weserschlösschen bis zur L II wäre das Gegenstück zum Panorama von Bremerhaven. Die müden Fußgänger
blieben gleich auf L II und haben keine Lust noch am gleichen Tage nach Bremerhaven zu fahren. So könnte also in Zukunft ein zweites Bein neben den Industriebetrieben aufgebaut werden – Fremdenverkehr!

Das ist realisierbare Zukunft in der angesetzten 7-jährigen Umgestaltungsphase.

Noch geht es aber auf Schusters Rappen zurück auf dem Außendeich, vorbei am Titanwerk zum Bahnhof, immer mit Blick auf das Panorama von Bremerhaven und den Schiffsverkehr auf der Weser.

(Bild vom Titanwerk mit Blickrichtung Schlafdeich - Seedeich)

Und hier zitieren wir Hermann Allmers:

„Von oben schaut ihr hier die Flut – und dort ins weite Land hinein.
Und schön ist’s, wenn die Ebene ruht – im goldenen Sommer-Sonnenschein ...

Blexen ist ein geschichtsträchtiger Stadtteil von Nordenham. Man kann etwas daraus machen. Packen wir es an!

In der Ortsmitte hat sich vieles verändert. Straßen und Plätze haben eine einladende Gestaltung erfahren, das ehemalige Hotelgebäude Wedel wurde entkernt und hat einen modernen Supermarkt aufgenommen.

Kirchturmblick von der Deichstraße im Winter 2009/2010)

Das Marktleben in Blexen findet in freundlicher Atmosphäre statt und – für Großveranstaltungen steht der Stadt Nordenham das Gelände „An der Papenkuhle“ zur Verfügung.

Aktuell:

Rammschläge verkünden den Baubeginn von Steelwind der Dillinger Hütte.

Damit hatte wohl niemand gerechnet, dass die Energiewende
so schnell eine Veränderung bringen würde. Hoffentlich passen unsere gewählten Vertreter auf und haben im Hinterkopf nicht den Gedanken als "geborene" Aufsichtsräte oder in ähnlichen Funktionen daraus ihr eigenes Süppchen zu kochen. Beispiele gab es 2006 und in jüngster Vergangenheit. Sie sollten daran denken, dass die Wähler des gebeutelten Stadtnordens sehr hilfreich bei der Besetzung dieser Posten waren. Verstanden?

Um es vorweg zu nehmen: Die Leserbriefe "Totes Dorf braucht keinen Dorfplatz" und "Dorfplatz" verwandelt sich in einen "Parkplatz" drücken deutlich das aus, was zu erwarten ist.

Dieser Einschub oder Ergänzung wird fortgesetzt.
14.1.11 16:50


Grube und Gruben

Siehe Eintrag vom 24.09. auf Seite 3.
15.10.10 16:06


Nachtigall ...

"Nachtigall, ick hör dir trapsen"
ja ich höre die "Synapsen",
die "Synkrise" fällt mir nicht schwer,
deshalb will ich's so mal deuten,
denn ick hör die Glocken läuten:
"Wer nur ein falsches Hellerchen besitzt,
der reibt und putzt daran, bis dass es blitzt!
So machen es mit ihrem Titel,
die Ehrenmänner ohne Mittel" *
Sie müssen
"aus dem Strom des Vergessens trinken" **
und werden am Ende darin auch versinken!

Der Kirchturm

* W. Miller, Epigramme
** Lethe trinken
17.9.10 17:09


Eulen in Blexen - bubu bubu ist fertiggestellt

Eine tolle Holzskulptur entsteht in Blexen in der Ortsmitte. Das ist doch mal was Tolles, findet der Kirchturm.

Der Holzkünstler mit der Kettensäge heißt Peter Neubert und kommt aus Stollhamm. Sie finden den Künstler auch unter
www.kettensaegekunst.de
29.6.10 20:59


Zusatzseiten

Nun sind schon wieder ein paar Jahre vergangen und es sind doch wesentliche Veränderungen eingetreten. Aus diesem Grunde werden diese Seiten in Versform bereinigt oder auf den neuesten Stand gebracht. Es lohnt sich also wieder, öfter einmal auch diese Eintragungen anzusehen und die Inhalte mit der Gegenwart zu vergleichen! Die Geschichte holt uns eben alle ein ...

Der Kirchturm
23.4.10 20:11


Deichöffnung

1962 wurde die Lücke im Deich wegen der Gefahr der Überflutung schnellstens von uns Bürgern geschlossen.
Jetzt will man den Deich wieder abtragen für einen Supermarkt.
Ein Schelm, der Böses dabei denkt: "Benötigt man die Erde etwa für den geplanten Straßenbau und weitere Industrieansiedlung?

Denkt mal darüber nach! Die nächste Sturmflut kommt bestimmt.

Der Kirchturm


Laut NWZ vom 10.12.2010 sind diese Planungen hinfällig geworden!
Die Vernunft wird Früchte tragen. Ein Supermarkt gehört in das Ortszentrum!
21.3.10 10:02


Broschüren Kirchturmnachrichten

Liebe Besucher,

die ersten Broschüren der "Kirchturmnachrichten" sind fertig.

Heft 1: Erinnerungen - Wo ich herkam - Flucht und Vertreibung -
von Tossens nach Blexen

Heft 2: Vereinsleben

Heft 3: Siedlergemeinschaft Blexen 1967 - 2003
Zusammenfassung der Ereignisse

Heft 4: "Elterninitiative Blexen eV" -
Verkehrswacht Blexen eV"

Heft 5: Das Kamerawerk Vredeborch GmbH -
Wie es dazu kam und warum es dazu kam -

Heft 6: Schriftverkehr mit Ämtern und Behörden
verbunden mit der Frage: "Gibt und gab es in Nordenham auch Rathausplünderer?"

Heft 7: "Leute von gestern und heute"

Neu: Kalender 2011 Euro 5,00


Heft 8: Zusammengefasste Beiträge der Internetseiten der SG Blexen, gelöscht vom Landesverband und den Strategen vor Ort. Alle Hefte sind Nordenhamer Geschichte pur!
4.3.10 17:10


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